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Workshop: Zukunft der Selbstverwaltung im Handwerk

09.10.2013 (Newsletter 10-2013) - Das Projekt „Vertreten – Verbinden – Verantworten. Netzwerk zum sozialen Engagement im Handwerk“ (vvv) läuft sehr erfolgreich. Jetzt diskutierten die Projektbeteiligten bei einem Workshop die Zukunft der Selbstverwaltung.

 

Das Projekt „Vertreten – Verbinden – Verantworten. Netzwerk zum sozialen Engagement im Handwerk“ (vvv) läuft sehr erfolgreich. Inzwischen finden in diversen Handwerkskammerbezirken Workshops, Projekte und Seminare statt, mit denen Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter aus der Selbstverwaltung der Kammern für dieses wichtige Ehrenamt gewonnen, motiviert, geschult und fit gemacht werden.

Mit dem Workshop „Zukunft der Selbstverwaltung im Handwerk“ haben die Projektbeteiligten am 24. September 2013 in Berlin neue Wege diskutiert, wie Beschäftigte für ein Ehrenamt und soziales Engagement im Handwerk begeistert werden können und vor welche Herausforderungen der Strukturwandel im Handwerk die Selbstverwaltung stellt. Das Datum des Workshops spannte dabei die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft: Exakt 60 Jahre zuvor war die deutsche Handwerksordnung in Kraft getreten.

Mit diesem Projekt-Newsletter geben wir einen kurzen Überblick über Themen, Inhalte und Diskussionen dieses Workshops, zu dem der DGB und der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN im Rahmen des vvv-Projekts eingeladen hatten:

 

„Die großen Themen unserer Zeit“

Das vvv-Projekt will in den 20 beteiligten Handwerkskammerbezirken Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks mit Seminaren und Workshops erreichen. Das sei ein „ehrgeiziges Ziel, dem wir uns aber verpflichtet fühlen“, sagte Barbara Menke, Bundesgeschäftsführerin des Bundesarbeitskreises ARBEIT UND LEBEN, zum Start des Workshops „Zukunft der Selbstverwaltung im Handwerk“ Ende September in Berlin. Schließlich sei ein funktionierendes Ehrenamt im Handwerk wichtiger denn je. „Gesellschaftliche Verantwortung, Engagement für und in der Gesellschaft: Das sind die großen Themen unserer Zeit“, so Menke. (Mehr)

 

ZDH: vvv-Projekt kommt genau zur rechten Zeit

Ehrenamtliches Mitwirken in der Selbstverwaltung des Handwerks sei „unverzichtbar für die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Handwerksorganisationen“, erklärte Jan Dannenbring, Abteilungsleiter Arbeitsmarkt, Tarifpolitik und Arbeitsrecht beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), in seinem Grußwort zum Workshop. Doch der Strukturwandel im Handwerk wie auch der demografische Wandel stellten die Selbstverwaltung vor neue Herausforderung – gerade auch bei der Nachwuchsgewinnung für die Selbstverwaltungsgremien. Das vvv-Projekt komme deshalb „zur rechten Zeit, um zukunftsweisende Lösungsansätze zu entwickeln“. (Mehr)

 

Parität statt Drittelbeteiligung?

Einen Überblick zu einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Arbeitnehmerbeteiligung in der handwerklichen Selbstverwaltung gab auf dem Workshop Dr. Stefan Lücking, Referatsleiter bei der Hans-Böckler-Stiftung. Unter anderem erläuterte er, aus welchen Erwägungen sich die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer in der Selbstverwaltung der Handwerkskammern nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte. Gleichzeitig warf Lücking die Frage auf, ob diese Drittelbeteiligung heute noch zeitgemäß ist – und brachte eine paritätische Arbeitnehmerbeteiligung als mögliche Option für die Zukunft ins Gespräch. (Mehr)

 

Forschungsprojekt: Ansatzpunkte für die Nachwuchsförderung

Mögliche Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung in der handwerklichen Selbstverwaltung lieferte Prof. Dr. Detlef Sack. Er stellte Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung vor, mit dem die Motivation und das Engagement von „Selbstverwaltern“ der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite untersucht wurden. (Mehr)

 

Einzelworkshops: Nachwuchs fördern, Fachkräfte sichern, fürs Ehrenamt werben

In drei Einzelworkshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung am 24. September 2013 außerdem drei Schwerpunktfragen: Wie kann erfolgreich Nachwuchs für die Selbstverwaltungsgremien im Handwerk gewonnen werden? Welche Lösungsansätze gibt es für die Fachkräftesicherung in kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks? Und wie können „Selbstverwalter“ mit guter Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich kommunizieren?

 

Workshop 1: Nachwuchs gewinnen

Der erste Workshop behandelte die Frage, wie sich auch künftig Nachwuchs für die Gremien der Selbstverwaltung im Handwerk gewinnen lässt. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die ehrenamtlich Aktiven auf eine „Anerkennungskultur“ innerhalb des Handwerks und der Betriebe angewiesen wird: Nur wenn die ehrenamtliche Arbeit wertgeschätzt werde, seien Handwerkerinnen und Handwerker auch bereit, sich in der Selbstverwaltung zu engagieren. Gerade die Arbeitnehmervertreter in der Runde der Diskutanten betonten dabei auch die Bedeutung einer besseren Freistellungsregelung.

Klar war für die Teilnehmer des ersten Workshops auch: Die Selbstverwaltung und ihre Mitglieder brauchen echte Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Ehrenamt übernehme man vor allem dann gerne, wenn man konkret mitentscheiden könne. Außerdem wurde diskutiert, wie die Handwerksorgane noch besser über die Selbstverwaltung informieren und für die Selbstverwaltung qualifizieren können.

Dokumentation der Workshopergebnisse, Workshop 1, „Nachwuchsgewinnung Selbstverwaltung“

Moderation: Marion Thar, „Gerd Muschner & Marion Thar, Kommunikation und Coaching“

 

Workshop 2: Fachkräftebedarf sichern

Der zweite Workshop widmete sich dem Thema „Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in kleinen und mittleren Betrieben“. Dabei ging es vor allem um die Frage, was die Selbstverwaltungsgremien des Handwerks zu dieser Fachkräftesicherung beitragen können. Einen wesentlichen Aspekt sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in der betrieblichen Ausbildung. Hier müssten die Qualität der Ausbildung sichergestellt und verbessert werden, mehr Übernahmen durch die Arbeitgeber erfolgen und die „Ausbildung der Ausbilder“ forciert werden.

Auch Tarifverträge und damit Tariflöhne spielen nach Ansicht der Workshop-Teilnehmer eine wesentliche Rolle, um Fachkräfte für die Handwerksbranchen zu gewinnen und zu halten. Hier sahen viele Diskutanten unter den Handwerksorganen vor allem die Innungen in der Pflicht, ihre Rolle als Tarifpartner wahrzunehmen und gute Tarifverträge abzuschließen.

Nicht zuletzt müsse sich das Handwerk bei der Nachwuchswerbung auch neuen Zielgruppen zuwenden: Frauenförderung müsse in vielen Branchen ebenso ernst genommen werden, wie das Zugehen auf lernschwache oder leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler.

Dokumentation der Workshopergebnisse, Workshop 2 „Fachkräftesicherung“

Moderation: Gerd Muschner, „Gerd Muschner & Marion Thar, Kommunikation und Coaching“

 

Workshop 3: Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter übernehmen ein wichtiges, gestaltendes Ehrenamt und leisten erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit. Aber diese Erfolge müssen auch erfolgreich kommuniziert werden, damit Menschen außerhalb der Selbstverwaltungsgremien sie wahrnehmen. Genau darum ging es beim dritten Workshop zum Thema „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“. Neben klassischen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit – wie Berichten in den Handwerks- und Kammerzeitungen oder Pressearbeit gegenüber der regionalen Presse – diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops auch, mit welchen Veranstaltungen sich für das Ehrenamt in der Selbstverwaltung werben und informieren ließe. Der Bogen wurde dabei weit gespannt: vom „Europäischem Gesellentag“ bis zum „Schnupperabend“ für potenzielle neue Selbstverwaltungsmitglieder.

Dokumentation der Workshopergebnisse, Workshop 3 „Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation“

Moderation: Monika Warnecke, Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Süd gGmbH